R9 – Handwerkszeug für den TGA #DeTGA01

Auf dieser Seite stelle ich das komplette Handwerkszeug für den TGA zur Verfügung, welches wir auch bereits im Unterricht besprochen haben. Damit es im Browser besser aufgerufen werden kann, handelt es sich um eine Mischung aus Text, Bildern und Links.

Wenn du einfach nur die Arbeitsblätter als PDF-Datei herunterladen willst, folge bitte diesem Link: https://t1p.de/v1zk

Das Textblatt findest du unter diesem Link: https://t1p.de/zpw3

TGA „Hassliebe: Was ist das zwischen den Emojis und uns?“

„Follow me around“ von Frau Wahl


Aufgabenstellung

Anmerkung: Die Aufgabenstellung für den TGA unterscheidet sich in der Schulaufgabe nur an den kursiv gedruckten Textstellen vom Übungsaufsatz!

  1. Formuliere einen Basissatz:
    • Autor
    • Titel
    • Textsorte
    • Medium
    • Erscheinungsdatum
    • Zentrale Aspekte des Inhalts
  2.   Erschließe den Text nach folgenden Gesichtspunkten:
    • 2.1  Gib den Inhalt prägnant wieder.
    • 2.2  Beschreibe die Aufmachung/äußere Form des Textes.
    • 2.3  Belege am Text, um welche Textsorte es sich handelt.
    • 2.4  Führe eine Sprachanalyse durch: Beurteile die Komplexität des Textes und beurteile die Wirkung von drei rhetorischen Mitteln.
    • 2.5  Zeige auf, welche Wirkung der Text auf den Lesenden hat.
  3.   Darlegung der eigenen Meinung: Trifft es zu, was im Text über die Emoji-Benutzung von Jugendlichen ausgesagt wird?

1        Einleitung

Die Reportage„Hassliebe: Was ist das zwischen den Emojis und uns?“, die von Vera Kassubek am 17.7.2018 in der Online-Ausgabe des Jugendmagazins „yaez“ veröffentlicht wurde, handelt von der zunehmenden Verwendung von Emojis als nonverbale Ausdrucksmöglichkeit in den sozialen Netzwerken und thematisiert die unterschiedlichen Interpretationsmöglichkeiten der Piktogramme. Im Folgenden sollen Inhalt, Sprache und Form des Textes genauer betrachtet werden.

AUDIO 1 Einleitung: Basissatz + Überleitung

https://t1p.de/lw16

2 Hauptteil

2.1 Inhaltswiedergabe

Z. 1-6 Der Text beginnt mit der Aufzählung verschiedener digitaler Dienste, durch die deutlich wird, dass die steigende Anzahl von Emojis in immer mehr Programmen genutzt werden kann, um sich anschaulicher auszudrücken.
Z. 7-9 Im Anschluss daran wird eine Definition des Emoji-Begriffs vorgenommen, woraus deutlich wird, dass mit dem Begriff nicht nur Gesichter, sondern die anderen verwendbaren Bilder gemeint sind.
Z. 10-18 Danach erläutert die Autorin, dass es zwischen den Generationen Unterschiede bei der Verwendung von Emojis gibt, welche dazu führen, dass die Auswahl eingeschränkt wird, um das Verständnis der Nachricht nicht zu behindern.
Z. 19-33 Bei der Kommunikation unter Gleichaltrigen dagegen wird deutlich, dass die versendeten Piktogramme sofort analysiert werden. Dies illustriert die Autorin an einem Beispiel aus ihrem eigenen Erfahrungsbereich.
Z. 34-47 Als nächstes wird aufgezeigt, dass die Bedeutung von Emojis nicht immer zweifelsfrei identifiziert werden kann. Hierfür führt sie mehrere Beispiele an, die von einer Vielzahl von Menschen nicht so verstanden wird, wie von den Entwicklern der Symbole ursprünglich gedacht.
Z. 48-53 Schließlich beendet die Autorin den Text mit dem Fazit, dass die Möglichkeit bestehe, sich aus den zahlreichen Emojis die Piktogramme auszusuchen, die zu den eigenen Wünschen und Vorstellungen passen.

AUDIO 2

Hauptteil: Inhaltswieder-gabe

http://t1p.de/pzt6

2.2 Beschreibung der Aufmachung/äußeren Form

Die auf der Webseite von „yaez“ veröffentlichte Fassung des Textes ist an das Layout des Online-Magazins angepasst. Als Blickfang dient ein großes Artikelbild, auf dem die Verwendung eines Emojis in einer Smartphone-Notiz zu sehen ist.

Unterhalb der groß formatierten Überschrift und der Meta-Informationen ist der Anreißer in Großbuchstaben gesetzt, sodass er sich deutlich vom Rest des Textes abhebt. Abgesehen von den Zwischenüberschriften, für die eine größere Schriftgröße als für den Fließtext gewählt wurde, ist nur die Definition durch einen farbig hinterlegten Kasten hervorgehoben. Dies verdeutlicht, dass sie nicht von der Autorin des Textes selbst stammt, sondern aus dem Wörterbuch „Duden“.

AUDIO 3

Aufmachung

http://t1p.de/gdfn

2.3 Textsortenbestimmung

Bei dem Text „Hassliebe: Was ist das zwischen den Emojis und uns?“ handelt es sich eindeutig um eine Reportage, wie sich an zahlreichen Merkmalen aus dem Text belegen lässt: Das Thema des Textes ist aktuell und es wird in anschaulicher Weise behandelt, wie sich gleich zu Beginn an der Schilderung der Verwendung von Emojis in verschiedenen digitalen Medien zeigt (vgl. Z. 2-6). Danach werden sachliche Hintergrundinformationen präsentiert, beispielsweise wird unter der Überschrift „Emoji-what?“ eine Begriffsdefinition vorgenommen (vgl. Z.9). Im Abschnitt „Die Analyse-Zone“ gibt die Autorin eigene Erfahrungen mit der Verwendung von Emojis wieder (vgl. Z. 22-30), was ebenfalls ein Merkmal der Reportage ist.

AUDIO 4

Textsorte

https://t1p.de/5t5y

2.4 Sprachliche Analyse

Wie in Reportagen üblich, ist der Satzbau des Textes abwechslungsreich. Ähnliches ist für die Wortwahl festzustellen, denn die Autorin berichtet nicht nur sachlich, sondern gibt auch wörtliche Zitate wieder. Darüber hinaus verwendet die Autorin verschiedene Stilmittel, um besondere Aussagen im Text zu unterstreichen:

(1) Gleich zu Beginn findet man eine Aufzählung von sechs verschiedenen digitalen Tools (vgl. Z. 1), durch die deutlich gemacht wird, dass Emojis in allen Nutzungsbereichen von Computern und Smartphones angekommen sind.

(2) Im Abschnitt „Der Generationen-Konflikt“ wird eine rhetorische Frage verwendet: „Wer kennt den typischen Blumen-Emoji von Mutti nicht?“ (Z. 13-14) Damit unterstreicht die Autorin auf ironische Weise, dass Jugendliche und ihre Eltern Emojis in vollkommen unterschiedlicher Art nutzen.

(3) Am Ende des Textes wird die Schlusspointe – ebenfalls ein Merkmal der Reportage – durch die Ellipse „Affenhände vors Gesicht. Ende.“ (Z. 53) illustriert. Statt einen vollständigen Satz ans Ende ihres Textes zu setzen, verwendet die Autorin den Verweis auf ein bekanntes und häufig verwendetes Emoji, welches wiederum im Sinne ihrer eigenen Ausführungen von der Leserschaft auf Basis der eigenen Erfahrungen interpretiert werden kann.

AUDIO 5

Sprachanalyse

https://t1p.de/p0du

2.5 Wirkung des Textes auf den*die Leser*in

Der Text wurde im Jugendmagazin „yaez“ veröffentlicht und an dieser Quelle wird ersichtlich, dass die Zielgruppe, die angesprochen werden soll, insbesondere Jugendliche sind. Die Wirkung, die der Text auf die Leserschaft haben kann, ist vielschichtig. Einerseits wird man durch die Hintergrundinformationen über Emojis und deren Verwendung in digitalen Medien informiert. Anderseits wird man durch den Text angeregt, diese Verwendung zu reflektieren und über die Mehrdeutigkeit der verwendeten Emojis nachzudenken.

AUDIO 6

Textwirkung

https://t1p.de/54o5

3 Darlegung der eigenen Meinung

Zum Abschluss möchte ich beurteilen, inwiefern es zutreffend ist, was in der Reportage über die Benutzung von Emojis durch Jugendliche ausgesagt wird: Ich selbst verwende Emojis sehr häufig, wenn ich Nachrichten an meine Freunde schreibe und auch, wenn ich mit meinen Eltern über Messenger kommuniziere. Ich stimme dem Inhalt des Textes insofern zu, als dass auch ich dabei unterschiedliche Emojis verwende, je nachdem, mit wem ich schreibe. Es stimmt auch, dass sich jeder die Emojis aussuchen kann, die er verwenden möchte. Allerdings glaube ich nicht, dass die Interpretation immer so problematisch ist, wie im Text beschrieben, weil man sich im Lauf der Zeit an die Emoji-Benutzung der Menschen, mit denen man oft schreibt, gewöhnt.

AUDIO 7

Schluss/eigene Meinung

https://t1p.de/yiev

Übersichten für einzelne TGA-Bestandteile

Die ABs sind auch im PDF enthalten. Durch Klick auf das Bild kommst du zur Datei in größtmöglicher Auflösung.


Lizenzhinweis

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Kristina Wahl – wahlunterricht.de – 2020

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